#MOKISOMMER
Mit dem #MOKISOMMER haben wir gemeinsam Einblicke in die vielfältige Arbeit der mobilen Kinderkrankenpflege in Österreich gegeben und gezeigt, was uns über alle Regionen hinweg verbindet. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Geschichten – und eine gemeinsame Haltung: für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien da zu sein und Pflege dorthin zu bringen, wo das Leben stattfindet.
2. September 2026

Ein Sommer. Viele Geschichten. Gemeinsam sichtbar.
Sommer. Das klingt nach Ferien, langen Tagen und gemeinsamen Ausflügen. Nach ein wenig mehr Leichtigkeit, nach Zeit mit der Familie und nach Momenten, die in Erinnerung bleiben.
Für Familien mit einem Kind, das Pflege benötigt, bringt der Sommer jedoch nicht automatisch eine Pause vom Alltag. Medikamente müssen weiterhin verabreicht, Sonden versorgt, Verbände gewechselt und pflegerische Maßnahmen durchgeführt werden. Denn Pflegebedarf richtet sich weder nach Ferienzeiten noch nach Urlaubsplänen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen von MOKI in den anderen Bundesländern haben wir den Sommer genutzt, um Einblicke in die mobile Kinderkrankenpflege in Österreich zu geben. Dabei ging es uns nicht darum, überall dasselbe zu zeigen. Vielmehr wollten wir die Vielfalt unserer Arbeit sichtbar machen – so unterschiedlich, wie auch die Regionen, Familien und Menschen sind, die wir begleiten.
Jedes Bundesland hat dafür einen eigenen Schwerpunkt gewählt und damit einen besonderen Blick auf die tägliche Arbeit eröffnet.
So entstand im Laufe des Sommers ein vielfältiges Bild: von langen Wegen und besonderen Begegnungen, von Entlastung und Nähe, von Geschwistern und Familienalltag, von Herausforderungen und kleinen Augenblicken des Glücks.
Unterschiedliche Geschichten, unterschiedliche Wege – und doch verbindet uns etwas Wesentliches:
Wir sind für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien da.

Pflege kennt keine Sommerpause
Wenn im Sommer vieles ein wenig langsamer wird, Ferien beginnen und der gewohnte Alltag für einige Wochen in den Hintergrund tritt, bleibt für Familien mit einem pflegebedürftigen Kind vieles bestehen.
Pflege lässt sich nicht auf später verschieben. Gleichzeitig wünschen sich auch diese Familien einen Sommer, in dem gemeinsame Erlebnisse möglich sind, kleine Auszeiten Platz finden und es Augenblicke geben darf, in denen nicht die Pflege im Mittelpunkt steht.
So kann neben all dem, was notwendig ist, auch wieder Platz für anderes entstehen. Für gemeinsame Zeit, für kleine Auszeiten und für jene Augenblicke, in denen eine Familie einfach Familie sein darf.
Deshalb waren unsere Kolleginnen und Kollegen von MOKI auch während der Sommermonate in den unterschiedlichen Regionen Österreichs unterwegs.
Momente statt Diagnosen
Wir von MOKI Tirol haben unseren #MOKISOMMER unter einen Gedanken gestellt, der unsere tägliche Arbeit auf besondere Weise beschreibt:
„Momente statt Diagnosen.“
Eine Diagnose kann das Leben einer Familie von einem Tag auf den anderen verändern. Gewohnte Abläufe geraten durcheinander, neue Fragen entstehen und vieles, was zuvor selbstverständlich war, muss neu gedacht werden.
Doch so viel eine Diagnose auch verändern mag – sie erzählt niemals die ganze Geschichte eines Kindes.
Hinter ihr steht ein Kind, das lachen und spielen möchte. Ein Kind, das neugierig die Welt entdeckt, Nähe sucht, Freude erlebt und vielleicht auch einmal Unsinn macht. Ein Kind mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Wünschen und all den kleinen Besonderheiten, die es unverwechselbar machen.
Erkrankung und Pflegebedarf sind Teil seines Lebens. Aber sie bestimmen nicht, wer dieses Kind ist.
Deshalb bedeutet mobile Kinderkrankenpflege für uns weit mehr als fachlich kompetente Versorgung. Wir möchten Familien dabei unterstützen, dass trotz aller Herausforderungen Alltag möglich bleibt, Lebensqualität erhalten wird und Platz für jene Augenblicke entsteht, die im Leben eines Kindes so wertvoll sind.
Augenblicke des Lachens. Des Spielens. Der Nähe. Des gemeinsamen Erlebens.
Momente, in denen ein Kind einfach Kind sein darf.

Wenn Pflege viele Kilometer zurücklegt
Wer in Tirol unterwegs ist, weiß, dass Entfernungen hier eine besondere Bedeutung haben können. Berge und Täler prägen unsere Landschaft – und sie prägen auch unseren Arbeitsalltag.
Mobile Kinderkrankenpflege bedeutet deshalb für uns vor allem eines:
Nicht die Familien kommen zur Pflege. Wir kommen zu ihnen.
Unsere Wege führen durch Täler, über Bergstraßen, durch Dörfer und Gemeinden. Zwischen zwei Hausbesuchen können viele Kilometer liegen. Doch unabhängig davon, wie lang die Strecke ist, führt sie am Ende zu einem Kind und zu einer Familie, die unsere Unterstützung benötigt.
Auch Kolleginnen und Kollegen von MOKI in anderen Teilen Österreichs haben im Rahmen des #MOKISOMMER gezeigt, welche Bedeutung Mobilität und Reichweite für die mobile Kinderkrankenpflege haben.
Kilometer erzählen dabei ihre ganz eigene Geschichte. Sie stehen für Wege, die zurückgelegt werden, damit Familien auch dort Unterstützung erhalten können, wo sie leben.
Denn mobile Kinderkrankenpflege beginnt dort, wo sich jemand auf den Weg macht.
Und sie kommt dort an, wo das Leben stattfindet!
Geschwister gehören dazu
Wenn ein Kind erkrankt oder dauerhaft Pflege benötigt, verändert sich häufig das Leben der gesamten Familie.
Auch das der Geschwister.
Sie erleben vieles mit, nehmen Stimmungen wahr und spüren, wenn Eltern besorgt sind. Sie warten, nehmen Rücksicht und verstehen manchmal schon sehr früh, warum ihr Bruder oder ihre Schwester gerade mehr Aufmerksamkeit benötigt.
Dabei dürfen ihre eigenen Bedürfnisse nicht leise werden.
Denn auch Geschwister möchten gesehen werden. Sie brauchen Zeit, Aufmerksamkeit und gemeinsame Erlebnisse. Und sie brauchen Augenblicke, in denen Krankheit und Pflege einmal nicht bestimmen, worum sich alles dreht.
Deshalb richtet sich unser Blick bei der Begleitung zu Hause immer auf die Familie als Ganzes.
Auf das Kind, das Pflege benötigt. Auf Eltern, die Tag für Tag Verantwortung tragen. Und auf Geschwister, die ihren eigenen Platz in diesem Familienalltag haben.
Wir betreuen nicht nur ein Kind. Wir begleiten eine Familie.
Viele Wege. Eine gemeinsame Haltung.
Vielleicht liegt genau darin die besondere Botschaft unseres #MOKISOMMER.
Mobile Kinderkrankenpflege sieht nicht überall gleich aus. Regionen unterscheiden sich, Entfernungen sind verschieden und auch die Rahmenbedingungen bringen jeweils eigene Herausforderungen mit sich.
Doch über all diese Unterschiede hinweg verbindet uns eine gemeinsame Haltung.
Wir möchten, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Pflegebedarf dort begleitet werden können, wo ihr Leben stattfindet. Wir möchten Eltern unterstützen und entlasten, Geschwister im Blick behalten und dazu beitragen, dass Krankheit und Pflegebedürftigkeit nicht all das überdecken, was Kindsein und Familie ausmacht.
Für uns bei MOKI Tirol war der #MOKISOMMER deshalb mehr als eine gemeinsame Sommeraktion.
Er hat sichtbar gemacht, was an vielen Orten Österreichs jeden Tag geschieht. Kolleginnen und Kollegen machen sich auf den Weg zu Familien. Sie bringen pflegerische Kompetenz und Erfahrung mit, übernehmen Verantwortung, begleiten, unterstützen und schaffen dort Entlastung, wo sie gebraucht wird.
Jeder dieser Wege ist anders. Jede Familie ist anders. Jede Geschichte ist anders.
Und doch führen sie zu einem gemeinsamen Ziel:
Pflege dorthin zu bringen, wo Kinder und ihre Familien zu Hause sind – und Raum für jene Momente zu schaffen, die das Leben ausmachen.
Gemeinsam sichtbar. Gemeinsam für Familien. Gemeinsam MOKI.
